Slavische Philologie - Slavistik
print

Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Gastvortrag von Doz. Dr. Janja Vollmeier Lubej

Zeitgenössische slowenische Essayistinnen: Der Essay als Raum kritischen Denkens

29.10.2026 18:00 Uhr – 19:30 Uhr

Wir freuen uns, Doz. Dr. Janja Vollmeier Lubej (Ljubljana/Wien) mit dem Vortrag „Zeitgenössische slowenische Essayistinnen: Der Essay als Raum kritischen Denkens“ begrüßen zu dürfen.


Der Vortrag stellt ausgewählte Essays slowenischer Autorinnen von 1993 bis heute vor und beleuchtet ihre Bedeutung für das kritische Denken und den öffentlichen Diskurs. Im Mittelpunkt stehen Texte von Silvija Borovnik, Renata Salecl, Helena Koder, Katja Perat und Manca G. Renko.

Wann: Donnerstag, 29.10.2026, 18 Uhr c. t. bis 19:30 Uhr
Wo: Schellingstraße 10, Raum J 404

 

 

______________

Abstract 

Wie lässt sich in einer Gegenwart der Halbwahrheiten kritisch denken? Der Essay eröffnet einen Raum, in dem persönliche Erfahrungen, fundierte Argumente und literarische Ausdrucksformen zusammenwirken. Er ermöglicht es, etablierte Annahmen zu hinterfragen, widersprüchliche Perspektiven in Beziehung zu setzen und gesellschaftliche Debatten kritisch zu begleiten.

Vor diesem Hintergrund widmet sich der Vortrag ausgewählten Essays slowenischer Autorinnen aus dem Zeitraum von 1993 bis zur Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen die Werke von Silvija Borovnik, Renata Salecl, Helena Koder, Katja Perat und Manca G. Renko. Anhand thematischer und stilistischer Analysen werden zentrale Denkfiguren sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer essayistischen Zugänge herausgearbeitet. Das untersuchte Themenspektrum reicht von Literatur und Gesellschaft über Übersetzung und interkulturelle Kontakte bis zu Popkultur und Mythen.
Der Vortrag untersucht, wie die Autorinnen argumentativ fundierte und erfahrungsbasierte Zugänge miteinander verbinden und dabei neue Perspektiven auf die slowenische Sprache, Literatur, Kultur und Gesellschaft eröffnen. Zugleich werden ihre Texte im größeren Kontext der Bedeutung des Essays in der slowenischen Literatur und im öffentlichen Diskurs verortet.

Die leitende These lautet: Zeitgenössische slowenische Essayistinnen gestalten den Essay als einen Raum kritischen Denkens, in dem individuelle Erfahrung und gesellschaftliche Reflexion aufeinandertreffen. Ihre Texte laden dazu ein, vermeintliche Gewissheiten zu prüfen und sich mit der Vielschichtigkeit gegenwärtiger Lebenswelten auseinanderzusetzen.