Antwort
Wer auf D. Gnesen getippt hat, lag richtig!
Gnesen oder zu polnisch Gniezno diente ursprünglich im Jahr 1025 als Residenzstadt des ersten polnischen Königs Bolesław I. Chrobry (‚der Tapfere‘) und als Wiege der Herrscherdynastie der Piasten. Gnesen entwickelte sich mit der Zeit zum Kultur- und Handelszentrum, weshalb es sich als Hauptstadt bis zum Jahr 1038 und Krönungsort bis 1320 etablierte.
Die Geschichte der Stadt prägt Polen heute noch nachwirkend. Die bekannte Legende von den drei slavischen Brüdern Lech, Czech und Rus schildert den Beginn der slavischen Ausbreitung nach Polen, Tschechien und Russland. Die Geschichte besagt, dass sich Herzog Lech nach Norden in die Region des heutigen Großpolens begab und dort, auf dem Lech-Hügel unter einem Baum, eine Rast einlegte. Im Zuge dessen entdeckte er während der roten Abenddämmerung einen weißen Adler in der Baumkrone. Beeindruckt von dem Tier beschloss er, sich dort niederzulassen und die Gründung Gnesens und somit auch des zukünftigen Polens zu besiegeln.
Der Name der Stadt Gniezno leitet sich von dem polnischen Wort gniazdo (‚Nest‘) ab. Traut man der Legende, ergab sich so das erste Wappen Polens, das bis heute noch zum Teil erhalten geblieben ist. Ein weißer Adler auf einem roten Schild.
LT