Slavische Philologie - Slavistik
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

I. Internationale virtuelle Ukrainistik-Konferenz - 27.-29.10.2010

Erste Internetkonferenz der Münchner Ukrainistik an der LMU ein großer Erfolg

Damit hatten die Organisatoren der virtuellen Konferenz nicht gerechnet:

Wegen des großen Interesses an Themen zur ukrainischen Sprache, Literatur, Kultur oder Bildung wurde die auf drei Tage (27.-29.10.2010) festgesetzte Tagung um einen Tag verlängert. Die Teilnehmer fanden die Debatten und den Informationsaustausch untereinander so interessant, dass sie das Angebot zur Verlängerung gerne annahmen. Die Veranstalter, das Institut für Slavische Philologie der LMU und das deutsch-ukrainische Netzwerk „forumNET.Ukraine“ sind mehr als zufrieden. Das „Experiment“ ist geglückt.

Bemerkenswert ist aus ihrer Sicht, dass Teilnehmer, d.h. vor allem jüngere Fachleute aus der Ukraine, Deutschland, England, Tschechien und Kanada sich intensiv über ihre jeweiligen Beiträge ausgetauscht haben. Bereits nach kurzer Zeit wurde deutlich, dass es allen Beteiligten Spaß machte, sich über Ländergrenzen hinweg per Chat ernsthaft zu informieren und zu diskutieren. Es zeigte sich, dass die Themenvielfalt eine geeignete Grundlage für diese intensiven Debatten bot. Am Ende standen 365 Kommentare. Die größte Resonanz auf ihren Vortrag mit 41 Kommentaren hat Ulyana Shtandenko aus Kiew erhalten. Ihr Thema „Wer ist schuld? oder: Warum Ausländer in der Ukraine nicht Ukrainisch lernen wollen“ sprach den Stellenwert des Ukrainischen inner- und außerhalb der Ukraine an und ging auf Fragen von Attraktivität der Sprache, Lehrmaterial und Lernmotivation ein – Themen, die höchst aktuell sind.

Prof. Ulrich Schweier, zurzeit Dekan der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften an der LMU, lädt zusammen mit den Organisatoren der Konferenz, Dr. Olena Novikova vom Institut für Slavische Philologie der LMU und Peter Hilkes vom forumNET.Ukraine, für den 7. Dezember 2010 zu einem Podium ein, auf dem die Ergebnisse der Tagung vorgestellt werden. An ihm nimmt auch Ulyana Shtandenko teil. Da die Resultate und Erfahrungen der Konferenz weit über den engen Rahmen der Ukrainistik hinausgehen und Fragen von Politik, bilateraler Zusammenarbeit und Zivilgesellschaft berühren, dürfte die Veranstaltung auf große Resonanz stoßen.

Aufgrund der positiven Reaktionen und des ersichtlichen Bedarfs werden die Organisatoren die entstandenen Verbindungen aufrechterhalten und erweitern. Alle Teilnehmer hatten das Gefühl, gemeinsam bei einer spannenden Sache dabei zu sein, und dies über Grenzen hinweg. Diese haben, so die Organisatoren, keine Rolle gespielt, zumal sich alle bestens auf Ukrainisch verständigen konnten und gleichsam einander näher gerückt sind.

Viele haben schon gemeinsame Pläne für Forschungsprojekte oder Beiträge entwickelt. Vormals Virtuelles wird dadurch real. Fortsetzung folgt 2011.

 

Tagungsband der I. Internationalen virtuellen Konferenz der Ukrainistik 2010

ukrinistik iv_jahresbuch"Dialog der Sprachen - Dialog der Kulturen. Die Ukraine aus globaler Sicht"

  • Reihe: Internationale virtuelle Konferenz der Ukrainistik. Bd. 2010.
  • Herausgegeben von Olena Novikova, Peter Hilkes, Ulrich Schweier.
  • Verlag Otto Sagner, München - Berlin, 2011.
  • ISBN 978-3-86688-143-3. Br., 310 S.;
  • E-Book: ISBN 978-3-86688-144-0.