Slavische Philologie - Slavistik
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Ukraine: 25.-31. Mai 2016

Kyjiv  – die schönste Stadt der Welt. Die Ukraine – das beste Land

Am 25. Mai 2016 war es wieder soweit: Eine auserwählte Gruppe besonders wissbegieriger Studenten des Instituts für Slavische Philologie begab sich unter der Leitung des an Kompetenz und Enthusiasmus kaum zu übertreffenden Dozenten-Duos von Frau Dr. O. Novikova und Herrn Prof. Dr. U. Schweier für knapp eine Woche auf Exkursion. Unser Ziel: Die Ukraine. Unser Schwerpunkt: „Sprache: Identität, Gender, Recht“. Unser Vorhaben: Im Rahmen von Besuchen der drei Städte Kyjiv, Mykolajiv und Odesa sowie kleinerer Ortschaften einen tiefen Einblick in die ukrainische Forschungsarbeit, Kunst, Kultur, Geschichte und Gesellschaft zu gewinnen. Unsere Route: Eine über 1200 km lange Strecke quer durch die Ukraine. Unser Vehikel: Ein blau-gelber Bus mit der Fahrerlegende Juri am Steuer. Unsere Ausrüstung: Spannende Vorträge von zwei ukrainischen Professoren und unserer Dr. E. Graf. Interessante Referate aller Teilnehmer über die Ukraine, eine kleine aber feine Auswahl der Klassiker des ukrainischen Liedguts in all seinen Variationen und unendlich viel Harmonie, Freude und Begeisterung.
Unsere unvergessliche Ukraine-Exkursion führte uns neben vielen anderen sehr beeindruckenden Städten auch in die wohl schönste Hauptstadt Europas: Kyjiv. Um die Faszination Kyjiv auch in nur wenigen Tagen in vollem Maßen auskosten zu können, braucht es vor allem zwei Dinge: Einen schnellen Reisebus und eine motivierte und zeitlich gut strukturierte Reiseleiterin - wir hatten beides. Kyjiv, der Drehort vieler Filmklassiker, stellte sich uns an Hand eines establishing shots vor: Von dem himmelnahen Hügel der Rodina Mat' aus erblickten wir die idyllisch-grüne Metropole aus der Vogelperspektive. Die dynamische Stadt stellt mit ihrer harmonischen Mischung aus modernen und traditionellen Stadtvierteln, die von endlos weiten Grünflächen umarmt werden, ein urbanes Ying-Yang-Gefüge dar. Der Dnipro, von Erholungsinseln und modernen Brücken geschmückt, unterstreicht die Ausgeglichenheit der Stadt.
Wir springen in den Bus und tauchen in das Abenteuer Kyjiv ein. Moderne Gebäude springen uns nebst gut erhaltener Schätze einer faszinierenden Kultur sondergleichen ins Auge. Das unter dem Namen Lavra bekannte, zum Weltkulturerbe der UNESCO zählende, Höhlenkloster mit seinen prunkvoll-mystischen Kirchen versetzt uns in tiefstes Staunen. Auch die vielen weiteren Kirchen, die wir im Laufe unserer Ausflüge erkundeten, inspirierten nicht nur Bulgakov, sondern auch jeden einzelnen Expeditionsteilnehmer. Apropos Bulgakov: Gerade die Literaturstudenten unter uns konnten ihre Begeisterung oft nicht zügeln und steckten alle Anwesenden mit ihrer großen Liebe zur ukrainischen und russischen Literatur an. So verlebten wir im Bulgakov-Haus sehr emotionale Momente, was neben unserer tiefen Wertschätzung auch auf die großartig inszenierte Führung durch das ehemalige Heim des großen Literaten zurück zu führen ist.
Das Künstlerviertel am Andreassteig hielt uns mit seinen kleinen Cafés, Ateliers, den bunten Bildern, mit denen Künstler die ohnehin wunderschöne Straße mit noch mehr Augenschmaus schmückten, in Bann. Ein Spaziergang durch Kyjiv ist wie ein Besuch eines endlos großen Kunst- und Architekturmuseums, das in ein grünes Blättermeer getaucht wurde. Die Stadt ist einmalig - genau wie ihre kulinarischen Köstlichkeiten: Neben den delikaten Suppen, Teig-, Fisch- und Fleischgerichten hält Kiew die wohl besten Trüffelpralinés aller Zeiten parat.
Kyjiv- ein Genuss für alle Sinne, eine Erfrischung für Körper, Seele und Geist. Neben den vielen schönen, handgemachten Souvenirs hat ein Jeder etwas noch faszinierenderes mit nach Hause gebracht: Das Kyjiver Lebensgefühl, das von der seit Jahrhunderten gewahrten und gefeierten Schönheit, Kunst, Kultur und Glaubenspraktizierung geprägt ist und sich durch die Gewissheit und Dankbarkeit dafür auszeichnet, dass man von Allem, was ein Mensch sich erträumen kann, das Beste hat - und davon reichlich.

Text: Nicole Marie Bertelshofer


Programm der Ukraine – Exkursion - 2016
mit Schwerpunkten: „Sprache: Idetnität, Gender, Recht“

Mi 25.05.16

  • 7.20 - Abflug in München
  • 12.45 – Ankunft am Flughafen Boryspil’/Kyiv
  • 13.45 - Bustransfer nach Kyjiv
  • Anschließend - Mittagspause und Spaziergang im historischen Zentrum Kyjivs Podil
  • 16.30 – Busfahrt nach Mykolajiv

Do 26.05.16

Fr 27.05.16

Sa 28.05.16

  • 8.00 – Ausflug nach Odesa
  • 10.00 – 13.00 – Stadtrundfahrt in Odesa und Umgebung (Bericht: Simon Lutz - demnächst)
  • 15.00 – 16.30 – Führung im Literaturmuseum
  • Anschließend Spaziergang in der Stadt
  • 19.30 - Abfahrt nach Mykolajiv

So 29.05.16

Mo 30.05.16

Di 31.05.16

  • 9.00 – Führung in der Sophienkathedrale
  • 13.00 – Bustransfer zum Flughafen
  • 16.20 – Abflug vom Flughafen Boryspil’/Kyjiv
  • 17.40 – Ankunft in München

Exkursion-Collage (von Camilla Lopez) (.jpg)