Slavische Philologie - Slavistik
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Bericht: Elina Syrota

Auf der Exkursion in die Ukraine sammelte ich viele neue Erfahrungen und lernte sehr interessante Menschen und Ortschaften kennen. Ganz ehrlich, kann ich mich für keinen einzigen Exkursionstag entscheiden, da sie alle inhaltsvoll und spannend verliefen. Was mir auf jeden Fall neu und erwartet erschien, war die antike Siedlung Ol’via (zu Deutsch Olvien/Olbia). Ich fand es faszinierend, wie schlau die alten Griechen die malerische Gegend ausgewählt hatten und wie sie eine ganze Stadt mit entwickelter Infrastruktur, Wasserversorgungsnetz, Straßen, Tempeln, Handlungskammer etc. errichtet hatten. Außerdem fand ich bemerkenswert, dass die prachtvoll blühende Natur angeblich nie mit Chemikalien behandelt wurde. Auch ein s. g. Kurgan – eine Art unterirdischer Gradstätte von zwei wohlhabenden Ol’viopoliten beindrückte mich mit seiner „nach Ewigkeit klingelnden Stille“ und robuster Bauart.

Der Ort verdient meiner Meinung nach mehr Schutz und Aufmerksamkeit in jeder Hinsicht. Schade ist jedenfalls die mangelnde finanzielle Unterstützung und das geringe Interesse am Natur- und Kulturschutzgebiet seitens ukrainischen Staats.

Zweitbesten bzw. –stärksten Eindruck hinterließ der Nationale Park Sofijivka in Uman’, so wie auch das kleine ukrainische Paris am Schwarzen Meer – die Stadt Odesa.

Besonders gut gefielen mir die Führungen bzw. die Führer im Mykolajiver Observatorium und in Sofijivka.

Nicht zu vergessen sind unsere zahlreiche Mahlzeiten mit traditionellen ukrainischen Gerichten und Getränken. Dank dem Professor O.V. Pronkevytsch aus Mykolajiv lernten wir einiges über die ukrainische Esskultur und verbrachten gemeinsam einen unvergesslichen Abend am Südlichen Bug.

Die lustigsten Aussagen während der Exkursion:
Frau Novikova: „In der Ukraine darf man alles!“
Herr Schweier: „Ich möchte selbst ein Kozak werden.“
Im Café: „Ваша девочка не знает, как доехать домой.“